Medienpädagogischer Preis 2011 / 1.Platz

2. Dezember 2011

Processing2010 (Leitung: Robert Hausmann & Matthias Laabs) gewinnt den Medienpädagogischen Preis, 1. Platz in der Kategorie „schulische Projekte“, vergeben von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) sowie dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport. Der Preis ist mit 3000 € dotiert, damit starten wir ein neues Projekt. Am Montag fand im Kulturrathaus Dresden die Preisverleihung statt und auch Schülerinnen des Projektes waren anwesend und erlebten live den spannungsgeladenen Moment mit, was uns sehr freute.

Die Jury bedankte sich bei den Kooperationspartnern des Projektes und begründete ihre Entscheidung damit, dass die Projektbeteiligten die Tür zu einem breiteren Umgang mit den neuen Medien aufschließen, dass sie mutig durch diese Tür gehen und die Möglichkeiten von Web 2.0 kreativ für Unterricht und darüber hinaus nutzen.

„Das Tolle war, dass wir eben diesen Blog hatten, in dem wir immer schreiben und damit alles dokumentieren konnten und gleichzeitig den Austausch mit den anderen Gruppen hatten. Natürlich kennen wir uns mit Computern und dem Internet aus. Aber es war uns vorher nicht klar, wie einfach und weitreichend man das nutzen kann.“ (Milena und Liselotte, beteiligte Schülerinnen am Projekt im Interview zur Preisverleihung, zu lesen auf bildungsblog-dresden.)

Wir bedanken uns bei der Jury für diese Auszeichnung sowie allen Projektpartnern, vor allem aber bei den SchülerInnen.

Pressemitteilung der SLM.
Bericht über die Preisverleihung auch auf bildungsblog-dresden und in der Sächsischen Zeitung.

Processing2010 gewinnt den Medienpädagogischen Preis!

2. Dezember 2011

Zur Pressemitteilung der SLM. Weitere Informationen und Bilder folgen schnellstmöglich. Erst einmal Freude!

Processing-Workshop zum BuKo12 Part06

2. Oktober 2011

Im Rahmen der Tagungsreihe zum Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010-2012 (BuKo12) fand gestern und vorgestern der Part06 „Kunst und aktuelle Medienkultur in der Schule“ in Dresden statt. „Die Fachtagung dient der Präsentation und Reflexion der Prozesse und Ergebnisse von “kiss” durch die Beteiligten und zugleich der Fortbildung von Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern. Die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sollen anschließend als Multiplikatoren wirken, indem sie die vorgestellten Konzepte in ihre Unterrichtspraxen übertragen und Kolleginnen und Kollegen infizieren.“ Kiss-Stipendiaten gaben Workshops für Lehrerende, Referendare, Studierende oder Interessierte, in denen sie ihre Unterrichtsideen- und -projekte präsentierten.

Recycling als Prinzip
Im Workshop 1 processing. recycling und kunstunterricht 2.0 (Leitung: Robert Hausmann und Matthias Laabs) wurde das Projekt Processing2010 vorgestellt, anhand zahlreicher Inputs wie erweiterte Übungen und Experimente aus dem Projekt oder Exkursen in die aktuelle Kunst, Medien-, Jugend- und Alltagskultur. Aufgegriffen und diskutiert wurde dabei die Notwendigkeit der Arbeit mit den Neuen Medien (Social Media des Web 2.0 wie Blog oder Twitter) im Kunstunterricht. Zum Tragen kamen aber auch die für das Projekt relevanten Begriffe Processing, d.h. die Verarbeitung von Daten und Codes in physischen und virtuellen Räumen, Recycling und Cultural Hacking. So muss Recycling, im Sinne von Wiederverwertung, als ein generelles kunstpädagogisches Prinzip gedacht werden. Denn Neues wird nicht aus dem Nichts geschaffen, es besteht „[…] immer aus Altem, aus Zitaten, Verweisen auf die Tradition, Modifikationen und Interpretationen des bereits Vorhandenen.“ (Boris Groys: Über das Neue. Versuch einer Kulturökonomie. München 1992, S. 67) Cultural Hacking kann dafür Methoden liefern und die Produktion neuer Lesarten z.B. im Kunstunterricht anregen.

Überforderung nervt!? „Didaktische Multiplikation“ statt Reduktion
Die TeilnehmerInnen des Workshops wurden wie die SchülerInnen des Projekts in eine Situation der Überforderung versetzt. Dahinter steht folgendes Prinzip: Durch Überfrachtung mit Informationen in praktischen und theoretischen Inputs (Übungen, Experimente, Materialerprobungen, Vorstellungen und Vorträge…) und dem Aufzeigen zahlreicher Beispiele aus Kunst, Medien und Alltag als Zeichen der Pluralität und Komplexität eines Themas wird bei jedem Einzelnen je nach Vorbildung eine Filterung initiiert und dadurch auch eine Ideenfindung in Gang gesetzt. Durch dieses Überangebot wird jede/r mit dem eigenen Wissen und Nichtwissen konfrontiert. Das stachelt an. Und darin liegen produktive Anreize.

Was bleibt?

Die Inputs des Workshops wollten Anstöße für Ideen und Gedanken in Bezug auf Schule und Unterricht liefern. Die ersten Outputs wurden über den Processing-Twitteraccount auf einer Twitterwall gesammelt und am Ende der Tagung in drei Minuten vorgestellt. Darunter folgendes:

… Wir sind gespannt, was daraus wird.

Podiumsdiskussion

3. Juli 2011

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Ausstellung „is that true? possibilities of (non-)knowledge“ statt. Diskutiert werden Projekte zum Thema „Kunst und aktuelle Medienkultur in der Schule“.
Moderation: Jun.-Prof. Dr. Sara Burkhardt und Dr. Petra Reichensperger

zum Programm

Publikation_kiss_2011

10. April 2011

Endlich da, gedruckt oder online! Die kiss-Publikation zum Thema »Kunst und aktuelle Medienkultur in der Schule 3« steht nun zum Download bereit. Das Heft bietet in seiner Aktualität einiges an Keywords für ästhetische Bildung in der Schule und außerhalb…
Und darum wieder: »Schade, schon vorbei«. (herrmeyer)

Der Text über das Dresdner Projekt »Processing2010. Cultural Hacking und Kunstunterricht 2.0« ist hier zu finden… Als sinnvolles Plus bietet es sich an, während der Lektüre im Blog zu scrollen.

Cultural Hacking und Kunstunterricht 2.0

13. Dezember 2010

Auf Einladung von Prof. Dr. Torsten Meyer (Universität zu Köln) und Konstanze Schütze (ebd.) stellen wir das Projekt „Processing2010“ am Dienstag, den 14.12.2010 um 14 Uhr, am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Uni Köln (Block B, Raum 244, .mbr) vor. Nähere Infos auf dem Blog des Instituts.

Die Veranstaltung wird im live stream verfügbar sein!!!

10. November 2010

Mehr Fotos auf Flickr unter Kunstpädagogik TU Dresden.

Die kiss-Stipendiaten Robert Hausmann und Matthias Laabs stellten ihr Unterrichtsprojekt zum Thema »Kunst und aktuelle Medienkultur in der Schule« vor.
Präsentation und Diskussionsforum

Moderation: Julia Wahle

Informationen zur Veranstaltungsreihe „Flurgespräche„.

Durchblicke

30. Oktober 2010

Unter dem Titel »Projektwoche kiss – Kunst mal anders« wirft Pamela Buschmann (Leistungskurs Kunst 11), beteiligte Schülerin des Gymnasiums Dreikönigschule Dresden, Rückblicke auf das Projekt Processing2010. Eine sehr lesenswerte Zusammenfassung des Ablaufs, der Gedanken und Ideen (inklusive einer Fotoreihe)!! Danke für die Veröffentlichung.

Zu finden unter »Projektwoche kiss – Kunst mal anders«

Projektvorstellung

24. Oktober 2010

FLURGESPRÄCHE 4
2. November, 18.30 Uhr im Flur ABS 20

Processing2010.
Zwischen Cultural Hacking und Generation C

Die kiss-Stipendiaten Robert Hausmann und Matthias Laabs stellen ihr Unterrichtsprojekt zum Thema »Kunst und aktuelle Medienkultur« vor.
Präsentation und Diskussionsforum

Moderation: Julia Wahle

Processing ist ein Begriff aus der Informatik, der die Verarbeitung von Daten bezeichnet. Genau das passierte in diesem Projekt. Schüler aus drei Dresdner Gymnasien surften in und eben auch auf den Datenwellen virtueller und physischer Räume, in der Stadt, im Netz, oben, unten und dazwischen. In der Woche vom 23. 8. – 27. 8. 2010 arbeiteten sie in schulübergreifenden Teams intensiv an eigenen thematischen Feldern. Sie untersuchten Systemcodes, drangen in sie ein und strukturierten gezielt um.

Ein Cultural Hacker ist eine dem Computer Hacker verwandte Figur, die Verfremdungen und Umdefinitionen kultureller Codes vornimmt und darüber hinaus neue Lesarten produziert. Cultural Hacking entspricht somit einer innovativen und interaktiven Aneignung von Kultur. »Ein ›Hack‹ fügt Entferntes zusammen und macht es mit einem Mal logisch. Neue Ähnlichkeitssysteme entstehen.« (Düllo/Liebl: Cultural Hacking. 2005, S. 13) Hacken ist eine Handlungsform, bei der die Grenzen zwischen Ernst und Spiel verschwimmen. Dabei schleust sich ein Hacker in Systeme ein, erkundet und decodiert sie, mit dem Ziel einer innovativen Recodierung, der Schaffung von Anomalien. Präzise Interventionen, bewusste Desorientierungen bzw. neue Orientierungen, Verschiebungen oder Überlagerungen werden in das System eingeführt. Von daher sind Hacker immer auch Avantgardisten, die aktuelle ›Generation C‹, eine digitale Generation, die im neuen Medium aufwächst und sich daher ständig selbst upgradet und mixt.

Flyer: Christin Wenk

New Post: Videos 1

10. September 2010

Die Videos, die vor allem Perspektivwechsel beinhalten, entstanden während kleinerer Übungen an den ersten beiden Projekttagen am Bahnhof Mitte.
Schülerinnen aus den Teams „veggiegroupi“ und „Vorsicht lange nicht gestrichen“ stellten heute das Projekt „Processing“ ihren Mitschülern vor, mithilfe des Blogs und mancher Übungen aus der Woche. Es ist sehr von Vorteil, wenn sich das Projekt in das Schulgebäude und den weiterlaufenden Unterricht verlagert. Das klingt gut.